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Zuschauerstimmen zu „Vom Sonnenaufgang“:

 

„Ein künstlerisch durch und durch gelungener Abend, der auch für einen Psychiater erstaunlichste Erkenntnisse über Reformbestrebungen in der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts und die zutiefst humanistische Grundhaltung Hoffmanns bringt!“

Prof. Dr. Tom Bschor, Chefarzt, Abteilung für Psychiatrie, Schlosspark-Klinik Berlin

„Ein rundum gelungener, durchgestalteter, vielfarbiger Abend um Heinrich Hoffmann. Informativ und bewegend!

B. Frey-Mishory, Dipl. Musiktherapeutin, Freiburg

„Hier wird Psychiatrie-Geschichte auf beeindruckend persönliche Weise erfahrbar. Das Zusammenspiel von Lesung und Instrumentalsoli ist von überraschender Stimmigkeit.“

Dr. Th. Röske, Leiter der Sammlung Prinzhorn, Heidelberg

„Nina Weniger und Johanna Hessenberg: Ein faszinierender Abend. Nina Weniger erzählt, spricht, rezitiert mit einer wundervoll klaren, eindringlichen und modulationsfähigen Stimme. Mit den Beiträgen zu ihrem Vorfahren Heinrich Hoffmann, lässt sie ein lebendiges Bild des Mannes entstehen, der lieber als Psychiater in Erinnerung bleiben wollte, denn als der Verfasser des „Struwwelpeter“, der ihn zu Weltruhm führte. Immer wieder zwischen den Texten erscheinen wie mit Zauberhauch geblasene Melodien von Johanna Hessenberg, die das Publikum mit ihrem Saxophon einhüllte. In diesen Momenten konnte man den vorher gehörten Texten nachhängen und das Zwiegespräch der beiden Schwestern genießen.“

Prof. J. Lemme, Stadt Achern, Fachgebiet Kultur

„Wie informativ und zugleich unterhaltsam eine gut recherchierte Biographie sein kann, zeigt Nina Weniger mit ihrem Vortrag über den Struwwelpeter-Hoffmann als Psychiater. Die Unterbrechung des Textes durch kurze Musikstücke ist für den Zuschauer- und hörer eine Wohltat, die der Aufmerksamkeit sehr förderlich ist. Hoffmanns Humor scheint immer wieder auf und beschwingt die Produktion.“

W. Stodtmeister, Mitarbeiter und Führer am Illenau Arkaden Museum, Achern

„Ihre Darstellung des Lebens und Wirkens von Heinrich Hoffmann war in jeder Hinsicht hervorragend! Dass der Autor des Stuwwelpeter als Psychiater in seiner Zeit eine humanen Grundsätzen verpflichtete psychiatrische Klinik in Frankfurt aufgebaut hat, wussten hier doch nur ganz Wenige. Wie er das organisatorisch und politisch durchsetzen konnte, wurde beispielhaft klar.

Durch Ihre brilliante Präsentation mit Wechsel von Text und Musik blieben die Zuhörer gespannt bei der Geschichte.

Unser Festsaal war mit über 200 Hörern sehr gut besucht und ich wurde von vielen Zuhörern aus der Stadt und aus unserer Klinik noch einige Zeit später auf diese außerordentlich gelungene Vorstellung angesprochen, kurzum: mich hat es von Inhalt und Form begeistert!

Dr. med. S. Schieting,  Medizinischer Direktor Krankenhaus, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Emmendingen

„Die beiden Ur-Ur-Ur-Enkelinnen  haben in der Lesung mit Heinrich Hoffmann einen Pionier einer humanen Psychiatrie vorgestellt, der mit großem Engagement seine Vision für die bessere Versorgung und Behandlung psychisch Kranker realisiert hat.  Die Lesung war lehrreich und im Wechsel von szenischem Vortrag, persönlicher Aufzeichnungen und Saxophonbegleitung – u. a. eigens komponierter Stücke – auf hohem Niveau außerordentlich geglückt und für alle Beteiligten ein Erlebnis.“

E. Kohte, Dipl. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin (TP), Schlosspark-Klinik Berlin

Vom Sonnenaufgang – Heinrich Hoffmann als Psychiater. Texte und Musik

Lesung mit Musik

Heinrich Hoffmann wurde als Struwwelpeter-Autor weltberühmt. Sein Lebenswerk war jedoch die Reform der Psychiatrie im Frankfurt des 19. Jahrhunderts. Für den modernen Neubau der von ihm geleiteten Anstalt wurde er zu einem der ersten Crowdfunder, der für seine epileptischen, schizophrenen und depressiven Patienten Gärten einrichtete und regelmäßig Konzerte für sie veranstaltete. Sein Credo, die Visite des Arztes bei seinen Patienten müsse dem Sonnenaufgang gleichen, setzte er konsequent um, wie Dankesbriefe seiner Patienten belegen. Seine Ur-Ur-Ur-Enkelinnen, die Schauspielerin Nina Weniger und die Saxophonistin Johanna Hessenberg, präsentieren Texte zur Psychiatrie von Doktor Hoffmann mit Musik.

Dauer: ca. 75 min. inkl. 15-minütige Pause

Nina Weniger (r.) und Johanna Hessenberg | Foto: Anton Weniger

Nina Weniger (r.) und Johanna Hessenberg | Foto: Anton Weniger

 

Die Edda – Plädoyer für ein missbrauchtes Buch

Lesung mit Musik

Gefördert vom Kulturamt Steglitz-Zehlendorf aus Mitteln des Bezirkskulturfonds des Landes Berlin

Nina Weniger, Schauspielerin und Skandinavistin, wird  begleitet von der Saxophonistin Johanna Hessenberg.

„Die Edda, was ist das eigentlich? Wann wurde die geschrieben und warum? Hat das was mit Nazis zu tun?“ – diese und noch viel mehr Fragen werden in dieser unterhaltsamen Lesung, in der Nina Weniger sowohl sachlich-historische Bezüge herstellt als auch Textauszüge vorstellt und erläutert, beantwortet. Kurze Textausschnitte werden in der Originalsprache Altisländisch gelesen.

Dauer: ca. 75 min. inkl. 15-minütiger Pause

 

ZWISCHEN DEN ZEILEN – Franz Fühmann

Moderierte Lesung
„Künstler ist, wer nicht anders kann – und dem dann nicht zu helfen ist.“ Das war wohl das Fazit eines schwierigen Schriftstellerlebens. Franz Fühmann (1922-1984) gehört zu den wichtigsten Autoren der DDR. Rund um die Uhr observiert, in ständigem Kampf mit der Zensur, versuchte er, dem Programm des Sozialistischen Realismus Eigenes entgegenzuschreiben. Seinem Gesamtwerk ist im Rahmen einer Lesung nicht gerecht zu werden.
Aber auch in den Büchern, die er für Kinder schrieb, entdecken wir einen Schriftsteller, der sich durch die SED-Zensur nicht zähmen ließ. In seiner zunehmenden Isolierung wurden ihm Kinder sein liebstes Lesepublikum. Federleicht, oft scheinbar albern, wird hier der Real Existierende Sozialismus entlarvt – für die, die zwischen den Zeilen lesen konnten. Und das war etwas, worin die Leser in der DDR – im Gegensatz zu den Bundesbürgern, die das nicht nötig hatten – sich auskannten.
Der Literarische Salon im Museum Wustrow versucht eine Annäherung an Franz Fühmann.

Es lesen Christa Tornow und Nina Weniger. Dauer ca.: 120 min. inkl. 15-minütiger Pause

http://www.museum-wustrow.de/museum/

Pressestimme des Elbe-Jeetzel-Kiebitz vom 11. Februar 2016:

„Zwischen den Zeilen“ hat Christa Tornow ihr Textbuch über den Schriftsteller Franz Fühmann überschrieben. Gut zwei Monate hatte sie daran gearbeitet, um sich dessen innere und äußere Gestalt, Lebensumstände und schriftstellerische Vorgehensweisen zu erschließen. Das Ergebnis: 84 Manuskriptseiten, die sie als Moderatorin oder Vorleserin im Wechsel mit der Schauspielerin Nina Weniger am Sonntag etwa 40 Gästen in Wustrows Museum präsentierte. Sehr schnell erschloss sich aus den von Tornow ausgewählten und von Weniger gefühlvoll vorgetragenen Auszügen, woher das Motto „Zwischen den Zeilen“ rührte. Es erklärt sich aus Fühmanns Biographie und seinem Leben in der DDR. bbm

 

Hollywood – Babelsberg – Lüchow

Kinogeschichte – Geschichten vom Kino

Lesung

Eine Lesung im Auftrag des Kinos „Alte Brennerei“ in Lüchow anlässlich des Nostalgie-Festivals 2015. „Das Kino auf dem Dorfe“, ein Text aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, beschreibt genau, wie Dorfkino auszusehen habe. Empfohlen werden die Filme „Seidenraupenzucht“, „Rübenzuckergewinnung“ und „Vom Ei zum Huhn“. Problematisch findet der Verfasser dieser Gebrauchsanweisung für ländliche Filmvorführungen die Tatsache, dass musikalisch begleitete Stummfilme ein Risiko bergen: die Musik könne Tanzneigung hervorrufen!

Diesen und viele andere Texte zu den Themen Kinogeschichte, magische Momente, Nostalgie und Perspektive stellt Nina Weniger in dieser einstündigen Lesung vor. Dabei geht es unterhaltsam, informativ und wehmütig zu. Wir hören die Ratschläge berühmter Drehbuchlehrer, lernen die Casting-Methoden von Starregisseuren kennen und begleiten Stummfilmstars bei ihren ersten Schritten vor der Kamera. Und immer wieder sitzen wir vor weißen Leinwänden, hören das Surren der Projektoren…und lassen uns verzaubern.

Dauer: ca. 60 min

Pressestimme der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 13. Juli 2015:

Am Sonntag brachte Nina Weniger ein teils gelesenes, teils gespieltes Stück zum Thema Kino mit. Mit viel Humor und einigen Spitzen zeigte sie den Kontrast zwischen historischen Kinoprogrammen in der Stadt und auf dem Land auf, erzählte von Ökonomierat Lemke, der 1923 für Kinos auf dem Land unter anderem den Film „Vom Ei zum Huhn“ empfahl. `Warum konnte ich in der Alten Brennerei nie den Film „Vom Ei zum Huhn sehen“?´ Lautes Gelächter im Saal, das sich durch Wenigers gesamte Vorführung zog. tl

 

Berlin liest

Im Rahmen des vom Literaturfestivals Berlin veranstalteten Events „Berlin liest“ zum Thema „Flucht und Vertreibung“ hat Nina Weniger einen ca. 10-minütigen Text von Olaf Ihlau aus seinem Buch „Der Bollerwagen“ zusammengestellt und gelesen. Die Veranstaltung fand am 9. September 2015 im Buchhändlerkeller in der Carmerstraße in Charlottenburg statt.

 

Nina Weniger ist Schauspielerin, Hörspielsprecherin und Skandinavistin. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Es folgten Theaterverpflichtungen an den Schauspielhäusern in Hannover, Hamburg und Zürich, sowie auf Kampnagel Hamburg und an der Schaubühne Berlin, wo sie 2014 an der 240-Stunden dauernden Theaterproduktion „MEAT“ mitwirkte.

Ab Anfang der 1990er Jahre stand Nina Weniger auch regelmäßig vor der Kamera, sie spielte in Fernsehfilmen, Serien und einigen Kinoproduktionen, zuletzt hatte sie eine große Gastrolle in der ARD-Serie „Rote Rosen“, dem ZDF-Fernsehspiel „Zeit des Erwachens“ sowie in der vom MDR produzierten Serie „In aller Freundschaft“.

2009 nahm sie ein Studium der Skandinavistik und der Europäischen Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin auf, das sie 2014 mit dem Bachelor abschloss.

Nina Weniger unterrichtet seit 2012 an der Humboldt-Universität Berlin Praktische Rhetorik für SkandinavistInnen, seit 2016 auch an den Universitäten Kiel und Köln, außerdem gestaltet sie eigene Lesungen zu vielfältigen Themen, häufig zusammen mit ihrer Schwester Johanna Hessenberg.

Nina Weniger lebt in Berlin.

 

Johanna Hessenberg studierte Klassisches Saxophon am Königlichen Konservatorium Den Haag in Holland, an der Musikhochschule Luzern in der Schweiz sowie an der Universität der Künste Berlin. Seit ihrem Diplomabschluss lebt und arbeitet sie als freiberufliche Saxophonistin in Berlin. Sie spielt sowohl in diversen kammermusikalischen Ensembles als auch mit klassischen Orchestern (u.a. Weimarer Staatskapelle, Neubrandenburger Philharmoniker). Mit ihrem Saxophonquartett wurde sie von Yehudi Menuhins Verein “Live Music Now“ gefördert. Neben ihren Verpflichtungen in den Bereichen Klassik und Zeitgenössische Musik spielt Johanna Hessenberg in dem Israelisch-iranischen Ensemble Sistanagila.

In der Lesung „Die Edda – Plädoyer für ein missbrauchtes Buch“ spielt Johanna Hessenberg aus den „Sechs Metamorphosen nach Ovid (op. 49)“ von Benjamin Britten, aus „Tre Pezzi“ von Giacinto Scelsi sowie eigene Improvisationen. Johanna Hessenberg lebt ebenfalls in Berlin.